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Flüeli-Ranft (Presse)

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Textfeld: DIE ZEITUNG FÜR DIE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER DER SCHWEIZER BUNDESBAHNEN

Grenzenlose Kameradschaft

47. internationales Zugbegleitertreffen in Flüeli-Ranft

Hansruedi Sägesser

(Text und Foto)

Eine Erinnerung für zu Hause: Bruno Läuchli, Mitorganisator des

Treffens, stellt sich als Fotomodell zur Verfügung.

Dieser Artikel erschien in der

SBB-Zeitung

Nr. 13 / 30. Juni 2004

Seite 25

Acht Nationen haben sich getroffen:

über 100 aktive und pensionierte Zugbegleiter

tauschten Anfang Juni in der Innerschweiz

Erinnerungen an vergangene Zeiten aus.

Strahlendes Wetter, gut gelaunte Gesichter und ein unkomplizierter Sprachenmix von Spanisch über Englisch bis Holländisch: Im

Obwaldner Pilgerort Flüeli-Ranft gings für einmal recht international zu und her. Fröhliches Gelächter da, berufliche Diskussionen dort

und kulinarische Kostbarkeiten im Mittelpunkt des Treffens. Der Grund für die Zusammenkünfte ist eigentlich ein trauriger: Im Jahr 1945

verunglückte ein spanischer Zugführer sehr schwer. Aus einer << Genesungsfeier >> entwickelte sich dann das internationale

Zugbegleitertreffen.

Bereits zum dritten Mal wurde es in der Schweiz durchgeführt und von den Zugchefs Hansjörg Rohrbach, Bern, Bruno Läuchli und Daniel

Freundschaften pflegen

Beljean, Basel, organisiert. << Das Gesellschaftliche steht ganz klar im Vordergrund >>, sagt Hansjörg Rohrbach, << auch wenn wir

natürlich über berufliche Probleme in den verschiedenen Ländern diskutieren. >> Man wisse aber, dass das nicht viel bringe und wenig

bewirken könne - und politisieren sei schon gar kein Thema. << Wir freuen uns auf die Treffen, die jährlich im Frühling und im Herbst

stattfinden. Uns gefallen die schönen Ausflüge und das gute Essen. >> Deshalb führten die Schweizer Organisatoren die internationale

Kollegenschar ins Verkehrshaus, ins Imax-Kino, nach Einsiedeln und auf die Pilatus-Rundfahrt mit einem Rodelplausch auf der

Fräkmüntegg. Der frisch pensionierte Karlsruher Zugchef Helmut Gönner war denn auch begeistert: << Es ist gerade im Ruhestand wichtig,

dass man sich nicht aus den Augen verliert. Und auf diesen Ausflügen kann man Zusammenhalt und Freundschaften pflegen. >>

Sprachgrenzen gebe es nicht. Und so freuen sich alle schon auf das nächste Treffen in Spanien.

47. Internationales Zugbegleiter-Treffen vom 4. bis 6. Juni.

Flüeli-Ranft 04.- 07.06.2004 - Presse (SEV-Zeitung) (002)

Teilnehmer aus Spanien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und England vertreten, welche die Mühe der langen Reise nicht

Bereits gut gelaunt trafen die rund 100 Teilnehmer am Freitag, 4. Juni, in Luzern ein. Neben den Schweizern als Organisatoren waren

Stadtrundgang bis zum Rathaus, wo uns die Vizestadtpräsidentin, Frau Stämmer, empfing und zu einem ersten Begrüßungstrunk einlud.

scheuten, scheuten, um das Programm in der schönen Innerschweiz erleben zu können. Kurz nach Ankunft begann der geführte

«Fahrt» mit dem Highflyer schien zu gefallen. Dabei genossen wir die schöne Aussicht auf Luzern und den See. Danach ging es nach

Den Nachmittag verbrachten wir im Verkehrshaus. Unter den Vielen interessanten Themen war für alle etwas dabei. Besonders die

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nach Einsiedeln, wo uns Angehörige der Abtei dreisprachig durch die Klosterkirche und die umfangreiche Bibliothek führten. Dabei

Flüeli-Ranft, wo wir im schönen Jugendstil -Hotel Paxmontana vorzüglich verpflegt und untergebracht wurden. Am Samstag fuhren wir

erfuhren wir viel Wissenswertes über die Entstehung, die Geschichte sowie die vor kurzem abgeschlossene, sehr aufwändige Renovation

- geografisch sowie emotional - war der Ausflug am Sonntag. Dank freundlicher und speditiver Arbeit der Angestellten wurden alle

dieses imposanten Gebäudes. Den Abendverbrachten wir im «Paxmontana» bei Musik und Tanz. Der Höhepunkt des Treffens

Erlebnis. Auf die Talfahrt mit der Seil- und Gondelbahn waren wie gespannt, denn viele Teilnehmer hatten noch nie eine frei

schwebende Bahn benutzt. Obschon diese für schweizerische Verhältnisse noch keine Schwindelerregenden Höhen überwindet,

war hie und da ein unterdrücktes Kreischen zu vernehmen. Der kleine Adrenalinschub zeigte Wirkung: Auf der Fräkmüntegg wagten

schon bereit, umrahmt von Tönen der Alphornbläser. Nach dem Bankett wurden zwischen den Ansprachen die Geschenke der

Delegationen sowie der Organisatoren ausgetauscht. Drei wunderbare Tage unter Kollegen verschiedenster Nationen gingen zu Ende.

Dies ohne immer bloss über das Thema Eisenbahn zu sprechen, vielmehr wurde die Kollegialität gepflegt. An diesem Treffen wurden

Teilnehmer ohne langes Warten mit der steilsten Zahnradbahn der Welt auf den Gipfel des Pilatus befördert. Für alle ein besonderes

viele -, auch ältere - Teilnehmer eine rassige Fahrt auf der Rodelbahn. Zurück im «Paxmontana» stand der Aperitif auf der Terrasse

einmal mehr viele Freundschaften geschlossen. Es hat uns von neuem zu einer großen Familie zusammengeschweißt, die weder

sprachliche, kulturelle noch geografische Grenzen kennt. Wir freuen uns jedenfalls jetzt schon auf ein Wiedersehen Ende September im

spanischen Jerez de la Frontera und hoffen auf viele Teilnehmer aus der Schweiz die Unterzeichneten nehmen Anmeldungen entgegen

und geben gerne Auskunft über den Freundeskreis der Zugbegleiter. Meldet euch (www.zugbegleiter.com)! Allen Beteiligten, die, das

des Hotels Paxmontana für die freundliche Bedienung und die gute Bewirtung. Ein spezieller Dank geht auch an die Leitung P-KS

Zugpersonal, dem Customer -Service der Pilatus- Bahn und deren Mitarbeiter sowie an den Regierungsrat des Kantons Obwalden.

Treffen unterstützt und somit zum guten Gelingen beigetragen haben, möchten wir hiermit herzlich danken. Allen voran dem Personal

Bruno Läuchli, Daniel Beljean, Z, Bs

Hansjörg Rohrbach, Z, Bn,

SEV-Zeitung

Nr. 30/31 / 20. Juli 2004

Seite 8

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